WIDAB
Kategorie: Allgemein
30. Oktober 2019

Müllgebühren steigen um 40 %!

Diese ungeheuerliche Meldung verbreiten Funk und Fernsehen. Die MZ ist ebenfalls dabei.

In solch angespannten Tagen haben die Medien eine hohe Verantwortung und deshalb sollte ordentlich recherchiert werden, ansonsten ist es keine unparteiliche Berichterstattung, sondern Meinungsmache.

Was ist wirklich der Fall?

Es fehlt Geld in der Rücklage für eine Deponie und einen Wertstoffhof. Wo ist es geblieben?

Kurz vor der Kreisreform waren die Kreistagsmitglieder der großen Parteien scheinbar sehr großzügig und senkten die Abfallgebühren um 20 €.

Niemand berichtete darüber und jetzt fehlte dieses Geld. Die Bürger des Altkreises können sich freuen, denn jetzt müssen alle Einwohner zahlen.

Grundsatz in diesem Bereich ist die Ausgeglichenheit der Gebühren. Und jetzt wurde neu kalkuliert und das Ergebnis lautet:

  • Restmüllgebühren: 2016: 34,92 € erhöht auf 49,80 €
  • Bio-Tonne: 2016: 15,56 € erhöht auf 22,80 €
  • Gesamt: 2016: 50,48 € erhöht auf 72,60 €

Über 40 Prozent Steigerung!

Aber wenn wir sachlich über die Sache sprechen, dann wissen wir doch folgendes:

Die Steigerung im Quartal: 12,45 € Restmüll + 5,70 € Bio = 18,15 €

Bis jetzt lautete diese Rechnung: 8,73 € + 3,89 € = 12,62 €

Mehrausgaben im Quartal: 5,53 €.

Ich glaube fest daran, dass man dies zahlen kann.

Viel schlimmer ist für mich die Tatsache, dass über 1 Mio € in der Kasse des Abfallwirtschaftsbetriebes fehlen. Es sind Gebühren von Bürgern dieses Landkreises, die einfach nicht zahlen!

Hier sollte der Rechtsstaat seinen Namen endlich gerecht werden. Denn mit diesen offenen Geldern hätte man die Gebühren für alle nicht so stark erhöhen müssen. Da taucht bei mir die Frage auf, was wird mit der nächsten Auswertung? Sind dann vielleicht 2 Mio € offen?

Ich wünschte mir, dass die übergroße Mehrheit der Bürger, die stehts die Gebühren pünktlich zahlen, sich lautstark zu Wort melden und den Säumigen deutlich unser Unverständnis übermitteln!

Dabei haben wir mit unseren Antrag noch Ärgeres verhindert!

  1. Beim Sperrmüll: 2m³ je Haushalt wurde korreliert: 2m je Einwohnergleichwert (pro Person)
  2. Kleinmengen bis zu 1m bei Anlieferung im Wertstoffen 5 € Gebühr. Grünabfälle waren frei. Wir haben dies erweitert mit der Befreiung von Spermüll.

Wir haben als WIDAB in der Kreisfraktion FDP/WIDAB maximal gekämpft, aber mehr war nicht möglich.

K. Winter