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Kategorie: Allgemein
11. März 2019

Brief des Schulleiters vom Gymnasium Stephaneum

Eine Prioritätenliste stiftet Verwirrung

Die Formulierung „Die Priorität für Schulen“ sagt schon aus, was ich im Stadtrat abschließend gesagt habe! Alle drei Schulen sind wichtig. Damit sind die Grundschulen Mehringen und Staßfurter Höhe und das Gymnasium Stephaneum gemeint. Diese Einheit sollte so bleiben und kein „Kampf um Fördermittel“ zu Lasten Dritter entstehen.

Im Beitrag der MZ vom Wochenende (9./10.3.) ist einiges zu kurz gekommen und somit möchte ich ergänzen: 

  1. Das Erstaunliche war, dass die Mittelvergabe bereits im Kulturausschuss als auch im Stadtrat im Dezember beschlossen worden war!
  2. Die Erstellung einer Prioritätenliste erfolgte also im Nachgang, weil es so vom Landesverwaltungsamt gefordert wurde.
  3. Natürlich kann diese Liste nur das Ergebnis der Mittelvergabe vom Dezember nachzeichnen und deshalb wurde der 1. Vorschlag der Verwaltung abgelehnt und auf meine Initiative hin trafen sich die betroffenen Schulleiter mit Herrn Schütze und passten diese Liste der Mittelvergabe und dem Aufgabenfeldern an.
  4. Bei dieser Liste ging es lediglich um die Verteilung der letzten Rate für finanzschwache Kommunen und da kann die Stadt Aschersleben 1,95 Mio. € erhalten.

Somit ist folgendes zu bilanzieren:

Das Gymnasium Stephaneum erhält 950 000 € aus dem Stark III Programm für den Umbau der Turnhalle Haus II zum Ganztagszentrum! Aus dem Stark V Programm (Kapitel 1) bekommt das Stephaneum 780 000 €. Bereits abgeschlossen sind die Mittel des IKT-Programms in Höhe von 200 000 € für IT-Technik und Zubehör.

Abschließend sollen in das Haus II 442 000 € fließen und nur diese Summe kommt aus dem o.g. Betrag. Damit erhält das Stephaneum insgesamt 2 372 000 € und ist somit an 1. Stelle in diesem Abschnitt dreier Förderperioden.

Lediglich die letzte Rate spiegelt sich in der Prioritätenliste wieder! Somit schlüsseln sich die 1,95 Mio € in folgende konkreten Werte:

  1. GS Mehrigen: 1 300 000 € davon Fördermittel 1 130 000 €
  2. 2. GS Staßfurter Höhe: 512 000 € davon Fördermittel 422 200 €
  3. 3. Stephaneum: 442 000 € davon Fördermittel 397 800 €

Die vorher investierten Summen für die TH Haus II und im Haus II selbst sind bei der Erstellung dieser Liste bereits als erfüllt (Theorie) einbezogen wurden.

Zum Schluss noch eine Bemerkung zu den Baumaßnahmen insgesamt. Es ist allgemein bekannt, dass die Baupreise in die Höhe geschossen sind. Jüngst berichtete die „Welt am Sonntag“, dass das vergangene Jahr ein Rekordjahr für die Baubranche war.

Da die Fördermittel dagegen nicht angepasst wurden, ist das nächste Problem vorprogrammiert, denn es wird die Frage zu entscheiden sein, sollen bereits begonnene Projekte fertiggestellt werden, oder so übergeben werden wie es die vorhandenen Mittel hergeben.

Der gehegte Wunsch des OB, mit der Sanierung der Schulen nach Abschluss dieser Fördermitteletappe dann durch zu sein, wird sich somit nicht erfüllen. Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Förderprogramme des Landes und des Bundes demnächst aufgelegt werden, ansonsten wird sich so mancher Wunsch erst Jahre später realisieren lassen.  

K. Winter
Schulleiter